Wir freuen uns sehr, unsere dritte Einzelausstellung mit Jonas Maas (*1985, lebt in Düsseldorf) anzukündigen. Für spectre hat Maas, der in 2014 sein Kunststudium an der Düsseldorfer Akademie in der Klasse von Tomma Abts beendet hat, eine Reihe neuer Arbeiten geschaffen, in denen er sich weiterhin mit dem Thema "Malerei" auseinandersetzt. Als Bildträger für die neuen Gemälde dienen MDF-Platten, auf die er seine genauestens konstruierten Motive – Streifen und Rauten in vielen Variationen – in Acrylfarbe aufbringt. Während die Kompositionen digital entstanden sind, also mit einem Bildbearbeitungsprogramm am Computer, hat Maas darauf verzichtet, anders als in früheren Arbeiten, direkt aus digitalen Quellen zu drucken. Die Farben (und mit Ihnen die abstrakten Kompositionen aus stringent wiederkehrenden Mustern) werden ganz analog auf den Bildträger gebracht, teils klassisch mit dem Pinsel, teils gerollt. Bei den Farben dominieren starke, lebhafte, teils komplementäre Kontraste, zum Beispiel Gelb und Schwarz oder Rot und Blau. Dabei baut Maas minimale, konzentrierte Abweichungen ein, die die Wahrnehmung irritieren und die Aufmerksamkeit des Betrachters herausfordern. In sich gebrochene Strukturen, die die Illusion entstehen lassen, das Bild sei leicht geknickt, erzeugen eine beeindruckende Tiefenräumlichkeit. Maas spielt mit dem Erschaffen von Ebenen im Raum, Steigerungen und sprunghaften Brechungen.

Die meist mehrteiligen Werke werden von Maas in komplexen Arrangements auf der Wand angeordnet, so dass die beim Tafelbild üblichen Sehgewohnheiten nicht nur innerhalb der Werke, sondern auch bei ihrer Hängung spielerisch gebrochen werden. Zwischenräume, die durch das Arrangement entstehen, werden zu Freiräumen, die durch das Auge des Betrachtes erweitert oder geschlossen werden können und so einen weiteren Bildraum öffnen – ganz in der Tradition der Gestalttheorie. Der Betrachter setzt sich so bewusster mit seinem eigenen Sein in Raum und Zeit auseinander, orientiert sich gewissermaßen im Raum. Der tatsächliche architektonische Raum wird so mit dem Bildraum verknüpft.

 

Für Bilder und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Galerie. 

We are very happy to announce our third solo exhibition with Jonas Maas (*1985, lives in Düsseldorf). Maas, who completed his art studies at the Düsseldorf Academy in 2014 in the class of Tomma Abts, has created a series of new works for spectre, with which he continues to deal with the subject of "painting". MDF panels serve as carriers for the new paintings, on which he applies his precisely constructed motifs - stripes and rhombs in many variations - in acrylic paint. While the compositions were created digitally, i.e. with a picture editing program on the computer, Maas refrained from printing directly from digital sources, unlike in earlier works. The colors (and with them the abstract compositions of stringently recurring patterns) are applied to the surface in a very analogous way, partly classically with a brush, partly rolled. The colors are dominated by strong, lively, partly complementary contrasts, for example yellow and black or red and blue. Maas incorporates minimal, concentrated deviations that irritate perception and challenge the viewer's attention. Fractured structures, which create the illusion that the picture is slightly bent, create an impressive depth of space. Maas plays with the creation of levels in space, elevations and erratic refractions.

The mostly multi-part works are arranged by Maas in complex arrangements on the wall, so that the usual viewing habits of the panel painting are playfully broken not only within the works, but also when they are hung. Interspaces created by the arrangement become free spaces that can be extended or closed by the eye of the beholder, thus opening up a further pictorial space – entirely in the tradition of the theory of the 'Gestalt'. In this way, the viewer is more consciously confronted with his own being in space and time, orienting himself, so to speak, in space. The actual architectural space is thus linked with the pictorial space.

 

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