Michiel Ceulers, Cordula Ditz, David Ostrowski
<i>Dirty Dancing</i>
Figge von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Michiel Ceulers, Cordula Ditz, David Ostrowski
<i>Dirty Dancing</i>
Figge von Rosen Galerie, Cologne
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Michiel Ceulers, Cordula Ditz, David Ostrowski
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Michiel Ceulers, Cordula Ditz, David Ostrowski
<i>Dirty Dancing</i>
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Michiel Ceulers, Cordula Ditz, David Ostrowski
<i>Dirty Dancing</i>
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Wir freuen uns, am 22. Juni 2011 um 19.00 Uhr die Ausstellung Dirty Dancing mit neuen Arbeiten von Michiel Ceulers (*1986 in Waregem, Belgien), Cordula Ditz (*1972 in Hamburg) und David Ostrowski (*1981 in Köln) zu eröffnen.

Dirty Dancing vereint die Werke von drei Künstlern, die in vergleichbar rauer, geradezu aggressiver Weise die Möglichkeiten zeitgenössischer Malerei untersuchen. Dabei verwenden sie ähnliche Techniken wie das Mischen von Sprühfarbe und Acrylfarbe, das Aufkleben von schmutzigen Artefakten auf die Leinwand, die Verwendung von Text, Abdrücke von zufällig ausgewählten Objekten oder sogar das Zerstören der Leinwand durch Schnitte und Risse. Trotz dieser formalen Verbindung der Künstler, sind die Strategien, die ihren Arbeiten zu Grunde liegen sehr verschieden.

Michiel Ceulers untersucht mit seinen Gemälden das Medium der Malerei. Auf den ersten Blick sind seine schwer lesbaren, kompromißlosen, ja gerade zu unangenehmen Gemälde nur schwer zu rezipieren. Doch, wenn man den ersten Widerstand überwindet und genauer hinsieht, sind seine eher schmutzig erscheinenden Gemälde sehr präzise mit deutlichen Bezügen zu verschiedenen historischen Vorläufern ausgeführt. Gleichzeitig spielt auch der Zufall eine wohl kalkulierte Rolle. In seinem übervollen Atelier drängeln sich die achtlos abgestellten, halbfertigen Leinwände an allen freien Stellen. Sie reiben aneinander, hinterlassen Spuren aufeinander, bevor sie schließlich von Ceulers abschließend bearbeitet werden. Dreckspuren, Fingerabdrücke, zerstörte oder auch nur schlecht gespannte Leinwände sind integraler Bestandteil seines Werkes. Es geht ihm nicht um Schönheit oder Abbildung. Ceulers interessieren die Möglichkeiten der Malerei: die Farben, das Licht, der Strich des Pinsels, die Struktur der Leinwand. Spielerisch erforscht er ihre Wirkungen, ohne bewusste Entscheidungen von unbewussten qualitativ zu unterscheiden. (Aus dem Flämischen nach Luc Matthys)

Michiel Ceulers wurde 1986 in Waregem, Belgien geboren. Seit seinem Abschluss in der Malerei Klasse an der KASK in Gent studiert er als jüngster, jemals zugelassener Student an der Rijksakademie in Amsterdam.

Auf ihren oftmals großformatigen Gemälden eignet sich Cordula Ditz die Werkstrategien anderer Künstler an und konterkariert diese. Ihre Leinwände bearbeitet Ditz oft exzessiv bis hin zur partiellen Zerstörung. Die kraftvollen Kompositionen aus willden Linien, geometrischen Formen, gesprühten Elementen verleihen den Acryl-Werken eine große Intensität, verunsichern aber auch durch ihre Aggressivität. Von besonderer Bedeutung für ihre Arbeit ist die Verwendung von Text, der oft als Überschrift oder Fragment in die Bildkomposition eingearbeitet und so auch gestalterisch zu einem wichtigen Element wird. Oft handelt es sich dabei um originale oder leicht veränderte Zitate aus Fantasyserien und Songs, aber auch um Aussprüche bekannter Künstler. Viele der Sätze fungieren als witzige und zugleich herausfordernde Kommentare an die Adresse der Kunstwelt und des Marktes.
(Vgl. Christiane Opitz)

Cordula Ditz wurde 1972 in Hamburg geboren. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium studierte sie von 2002 bis 2008 Malerei an der HBK in Hamburg in den Klassen von Franz Erhard Walther und Andreas Slominski. 2011 erhielt sie das Hamburger Atelierstipendium für Bildende Künste.

David Ostrowski bezeichnet sich selbst als Konzeptmaler ohne Konzept. Neben der ironisierenden Analyse zeitgenössischer Kunst beschreibt der Schüler von Albert Oehlen mit diesem polemisierenden Satz den Versuch einer Malerei, die nicht geschaffen wird, sondern "einfach so passiert." Die einzelnen Elemente in seinen Arbeiten sollen aussehen wie zufällig entstandene Spuren. Dafür versucht Ostrowski alles malerische Wissen und Können auszublenden und zum Beispiel "als Rechtshänder mit der rechten Hand zu malen als wäre es die Linke." Aus diesem Zustand möglichst großer Unbestimmtheit entstehen kryptische Formen, die wie Fehlversuche auf einem achtlos weggeworfenen Schmierzettel anmuten. Aber es sind gerade diese beiläufigen Gesten die Ostrowski interessieren. In einem durchaus langsamen Prozess moduliert er immer wieder die verschiedenen gemalten oder mit der Sprühdose aufgetragenen Bildelemente bis durch das Zusammensetzten dieser malerischen Fauxpas ein möglichst schönes Bild entstanden ist.

David Ostrowski wurde 1981 in Köln geboren. Von 2004 bis 2009 studierte er Malerei bei Prof. Albert Oehlen an der Kunstakademie in Düsseldorf. Für 2012 erhielt er das Atelierstipendium des Kölner Kunstvereins.

Für weitere Informationen und/oder Abbildungen, wenden Sie sich bitte an die Galerie.

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On June 22, 2011, we inaugurate at 7.00 p.m. the exhibition Dirty Dancing with new paintings by Michiel Ceulers (*1986 in Waregem, Belgium), Cordula Ditz (*1972 in Hamburg, Germany) and David Ostrowski (*1981 in Cologne, Germany).

Dirty Dancing assembles the work of three artists exploring the possibilities of contemporary painting, in a relatively rough, even aggressive way with techniques that include mixing spray with acrylic paint, glueing dirty artefacts on the canvas, including words or phrases, printing of randomly chosen objects or even destroying the canvas with cuts. In spite of all these formal correlations the three artists work with completely different strategies.

Michiel Ceulers' paintings investigate the medium of paint. At first these inconvenient, difficult to read, uncompromising and very diverse paintings are hard to grasp but on a second and third look, these small, rather dirty paintings are very precise and sharply handled, cheekily referencing previous historical styles. Jostling for position in his studio, they are treated roughly and poorly, they lean amongst and against each other (whilst some are still wet) producing scaring and marking. The dirty marks, thumb-prints, ripped and badly stretched canvases are integral to the work. Ceulers is not interested in beautiful or representational pictures, he is simply analyzing shapes in color, brushstrokes and light. Once the paintings have left the confines of his studio they cease to be in a constant state of flux and they finally become.
(Text by Rod Barton)

Michiel Ceulers was born in Waregem in 1986. He completed his MA in Painting at KASK, Ghent. He currently lives and works in Amsterdam where he achieved a two-year residency at the Rijksakademie – up to now the youngest artist ever to be admitted to this renowned institution.

In her large scale paintings Cordula Ditz appropriates the artistic strategies of other artists and foils them. She treats her canvases with an excessive power almost to its partly demolition. The powerful compositions of wild lines, geometric forms and sprayed elements give her acrylic works a passionate intensity but also alienate the viewer with it’s aggression. Crucial to these works is the use of text, which is usually incorporated into the visual form as fragment or slogan-like heading and thus becomes an important compositional element. These words are mostly quotes from films, fantasy series or punk songs – or statements by well known artists. Many of the sentences function as both witty and challenging commentaries addressed to the art world and the market – or they reflect the artist’s own role in these systems.
(Text by Christiane Opitz)

Cordula Ditz was born 1972 in Hamburg. She studied painting at the HKB in Hamburg from 2002 – 2008 (in the classes of Franz Erhard Walther and Andreas Slominski) and received the scholarship of the city of Hamburg in 2011.

David Ostrowski declares himself as a conceptpainter without concept. With this ironic formula towards contemporary art the fomer student of Albert Oehlen describes his painting as something that rather "just happens" than something that is created on purpose. The single elements in is works should look like randomly occurred traces. To achieve this Ostrowski tries to fade out all his knowledge and mastery in painting and "to paint – as a right hander – with the right hand as it was his left." In this state of indefiniteness cryptical forms arise, which appear as failures on a thrown away scrap sheet. But the incidental marks are what Ostrowski is interested in. In a quite slow process he modulates the various painted, glued or sprayed elements on the canvas until he finds what he seeks in painting: pure beauty.

David Ostrowski was born 1981 in Cologne. From 2004 – 2009 he studied painting with Prof. Albert Oehlen at the Kunstakademie Düsseldorf. In 2012 he will receive the scholarship of the Kölner Kunstverein.

For further information and/or images please contact the gallery.