Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Pile, Yellow-Red</i>, 2016
Oil on canvas
120 x 80 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Yellow Plane</i>, 2016
Oil on canvas
180 x 120 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Lights</i>, 2016
Oil on canvas
90 x 135 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Mach 1</i>, 2016
Oil on canvas
150 x 100 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Self Portrait, Pool</i>, 2016
Oil on canvas
210 x 140 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Green Plane</i>, 2016
Oil on canvas
210 x 140 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Break</i>, 2016
Oil on canvas
150 x 100 cm
Koen van den Broek
<i>Streamline</i>, 2016
Oil on canvas
90 x 135 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Shoulder</i>, 2016
Oil on canvas
150 x 120 cm
Koen van den Broek
<i>Behind the Camera</i>
Philipp von Rosen Galerie, Cologne
Installation view
Koen van den Broek
<i>Visitor</i>, 2016
Oil on canvas
150 x 100 cm
Koen van den Broek
<i>Red Plane</i>, 2016
Oil on canvas
120 x 80 cm
Koen van den Broek
<i>Garbage Bag</i>, 2016
Oil on canvas
80 x 120 cm

Wir freuen uns sehr, anläßlich von DC OPEN Koen van den Broeks sechste Ausstellung in der Galerie eröffnen zu können!

Koen van den Broek ist mehr als ein Maler von Bordsteinkanten, Landschafts- und Stadtszenerien. Und er hat immer schon mehr gewagt, als bloß die an ihn gerichteten Erwartungen zu erfüllen. So entstanden auch Werke, die nicht von Fotografien abhingen, die der Maler auf ausgedehnten Reisen vor allem im Südwesten der USA macht und als Vorlagen für seine Gemälde wählt. Vielmehr hat er in den letzten Jahren Gemälde mit Hilfe von Computern komponiert. Er hatte dafür Elemente früherer Arbeiten isoliert und in Photoshop mittels Sampling neue Kompositionen entwickelt. Diese dienten dann als Vorlage für die Gemälde. Damit blieb er sich insofern treu, als er mit selbstgeschaffenen 'Blaupausen' arbeitet, zugleich aber löst er sich von der fotografierten Realität.

Mit den jetzt ausgestellten Werken schaltet van den Broek scheinbar den Krebsgang ein. Denn wir sehen, mehr denn je, lesbare Landschaften, Objekte und sogar Personen. Alles hängt wieder direkt von seinen Fotografien ab, die eins zu eins in die Bildkomposition übernommen werden. Der Titel der neuen Ausstellung ist Behind the Camera. Damit und mit den Exponaten hebt van den Broek hervor, daß er es selbst ist, der die Kamera als ein wichtiges Werkzeug für seine Kompositionen nutzt. Er, der Künstler, schießt diese sehr subjektiven Fotografien mit der Kamera und agiert als Fotograf. Die bloße Verwendung gefundener Bilder Dritter spielt also keine Rolle. Außerdem kommt bisweilen noch eine etwas unheimliche Atmosphäre hinzu, man könnte fast sagen, "Koen van den Broek goes uncanny". Während also jetzt ein gewisses Maß an emotionaler Energie in die Werke einfließt, waren sie zuvor eher trocken und das Gegenteil von emotional.

Man kann diese Entwicklung als Rückschritt in Richtung traditionellerer Wege der Malerei deuten. Allerdings sollte man nicht vergessen, daß das Werk van den Broeks immer schon durch ein Vor- und Zurückschwingen gekennzeichnet war, motiviert durch die Suche nach der Antwort auf die Frage, was in Malerei heute möglich ist, unter Berücksichtigung der zeitgenössischen Techniken und Möglichkeiten. Deshalb also zu Beginn seiner Karriere der Rückgriff auf die Fotografie als 'Skizze' für die zwischen Abstraktion und Figuration und zwischen Form und Inhalt changierenden Kompositionen, deshalb auch die Verwendung von Photoshop als Stichwortgeber für die Malerei in den letzten Jahren.

So ist auch die überraschende Einführung von Figuren in seine jüngsten Werke (zum Beispiel Shoulder oder Self Portrait. Pool) nur scheinbar voraussetzungslos. Denn mit den Figurenbildern, die unverkennbar ihn bzw. seinen Schatten zeigen, bezieht er sich auf Diskurse, die in der Geschichte der Bilder angelegt waren und sind, das künstlerische Arbeiten zu reflektieren. Sei es, daß die 'Erfindung' der Malerei als Umfahrung und 'Fassbarmachung' des Schattens einer geliebten scheidenden Person konstruiert wurde, sei es, daß ein Künstler bekanntlich auf ein (technisches) Instrument, den Spiegel oder die Kamera angewiesen ist, um an ein Bild von sich zu gelangen – Selbst- und Schattenbildnisse machen auf besondere Weise die Bedingungen und Möglichkeiten der Medien Malerei und Fotografie bewußt und spielen sie gegeneinander aus. Und damit knüpft van den Brock auch in den neuesten Arbeiten an seine großen Themen, das Verhältnis der Medien zueinander, an und wendet sie raffiniert neu.

Sich nicht auf eine bestimmte, vektorale Richtung festzulegen und damit das modernistische Trugbild einer zielgerichteten Evolution als realistisch zu suggerieren, sondern vielmehr zu zeigen, daß alles gleichermaßen berechtigt interessiert, dabei die Qualität der Malerei nicht aus den Augen zu verlieren, zeichnet van den Broek und auch seine aktuelle Ausstellung aus.

2003 war van den Broek an Matisse and Beyond im MoMA in San Francisco beteiligt und war so in einer Ausstellung mit Künstlern präsent, die ihn besonders interessierten. Zusätzlich hatte er institutionelle Einzelausstellungen in Hasselt (Z33, 2001), Salamanca (Domus Artium, 2004), Deurle (Museum Dhondt-Dhaenens, 2005), Maastricht (Bonnefanten Museum, kooperative Arbeiten mit John Baldessari, 2008), Antwerpen (Königliches Museum der Schönen Künste, 2010), Ghent (SMAK, 2010), Riva del Garda (Museo Alto Garda, 2012) und Bremen (Museum Weserburg, Künstlerraum, 2016). Jetzt im September wird Koen van den Broek in Antwerpen im Antwerp Tower in einer vom MuHKA arrangierten Ausstellung die Gemälde und Arbeiten auf Papier zeigen können, die für sein in Zusammenarbeit mit der Flämischen Oper entwickeltes OPERA-Projekt Verwendung fanden.

Für weitere Informationen und/oder Abbildungen wenden Sie sich bitte an die Galerie.

We are proud to present on the occasion of DC OPEN Koen van den Broek's sixth exhibition at the gallery!

Koen van den Broek is often erroneously seen mainly as a painter of borders, land- or cityscapes. However, he always dared more than just to fulfill the cliché. Thus, he created works that did not use photographs taken mainly during trips to the South of the USA as the basis of his paintings. On the contrary, in the last years he has composed rather abstract works with the help of the computer. For that matter he isolated elements of earlier paintings and sampled them in new compositions in Photoshop. And these compositions were used as the basis for the new paintings. He remained true to what he had done before by using self-created blueprints for his paintings, however, he superseded the photograph and its depicted reality.

With the works that we show in our upcoming exhibition, Koen van den Broek seemingly regressed. Because we see, more than ever, readable landscapes, objects, and even persona. Everything is directly related to his photographs that are used again one on one for the composition. The title of the new show is Behind the Camera. With it and with the works shown, van den Broek stresses that it is in fact he himself who is using the camera as an important tool for his compositions. It is he, the artist, who is shooting these very personal photographs with his camera, acting as a photographer – he is not just using found photographed images. And in some of the works he even adds a somewhat uncanny atmosphere, adding a lot of emotional energy to his works (while in earlier times his paintings rather restrained any emotional aspect).

While this new development seems to be a step back towards 'traditional' ways of painting, one should not forget that van den Broek's oeuvre was always characterized by swinging forward and backward. It was motivated by the search for the answer to the question of what is possible in today's painting, taking into account the contemporary techniques and possibilities. In the beginning of his career he used photography as a 'sketch' for exactly this reason. The paintings can be seen as a mixture of abstraction and figuration, stressing equally form and content. And again for this reason he used Photoshop for the compositions in his more recent paintings.

The surprising introduction of figures in his latest paintings (for example: Shoulder or Self Portrait. Pool) only seemingly comes without presuppositions. These images of figures that obviously show himself respectively his shadow draw on discourses that are known from the history of the images for reflecting the creative processes of an artist. Be it, that the 'invention" of painting has been constructed as the outline of a beloved person that is about to leave, so that it (the person) remains still palpable. Be it, that the artist, as is well known, is depending on a (technical) instrument, the mirror or the camera, in order to get an image of himself. Self portraits and portraits done with the help of shadows bring to mind the specific conditions of the media painting and photography and they play off the one against the other. And thus van den Broek is even with these newest paintings continuously working with the topics that interest him in general: the mutual relation of the media.

A feature of van den Broek's oeuvre is that he cannot be reduced to a specific linear direction, suggesting the modernist phantasm of a targeted evolution as real. Rather, he shows us with his oeuvre that everything is equally eligible without loosing the sight of the quality of painting. And this is what defines our current exhibition as well.

In 2003 he took part in the exhibition Matisse and Beyond in San Francisco's MoMA and was thus placed in a show with the artists that interested him most. In addition to that, he had single exhibitions in Hasselt (Z33, 2001), Salamanca (Domus Artium, 2004), Deurle (Museum Dhondt-Dhaenens, 2005), Maastricht (Bonnefanten Museum, cooperative works with John Baldessari, 2008), Antwerp (Royal Museum of Fine Arts, 2010), Ghent (SMAK, 2010), Riva del Garda (Museo Alto Garda, 2012) and Bremen (Museum Weserburg, artist space, 2016). Directly after our opening, Koen van den Broek will be doing the show Borderline in the so-called Antwerp Tower, a show curated by the MuHKA, Antwerp, with paintings and works on paper that had been used in OPERAProject executed for the Flemish opera.

For further information and / or images please contact the gallery.