Christof Mascher

Christof Mascher (*1979 in Hannover, lebt und arbeitet in Braunschweig) schloß sein Studium 2009 an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig als Meisterschüler von Walter Dahn ab. In 2018 war er Stipendiat des Abdruck-Werkstattstipendiums an der Städtischen Galerie in Wolfsburg.

Mascher folgt nur scheinbar dem traditionellen Weg der erzählerischen Malerei. Zwar beschwören seine traumgleichen Gemälde fantastische Erzählungen herauf und kombinieren eine Sprache expressionistischer Zeichen mit illustrativen Details, zeitgenössischer Ikonografie und ahnungsvollen architektonischen Räumen. Es ist auch so, dass die Werke Beziehungen zu “primitiver” und “naiver” Kunst, zu den phantastischen Hybriden von Paul Klee und Hieronymus Bosch oder zu Emil Noldes expressivem Farbgebrauch aufweisen. Mascher schafft also Szenen mit unheimlichen, kargen und mehrdeutigen Räumen, die belebt sind von phantastischer Flora und Fauna und ätherischen Strukturen. Gleichwohl ist aber festzuhalten, dass Mascher seine Narrationen immer im Modus des „als ob“ festhält. Es sind Anspielungen auf die Geschichte der Menschheit und / oder der Welt: Krokodile, Monumente, Architekturen, Fahrzeuge, historisch wirkende Figuren und anderes sind Elemente, die seine Bilder bevölkern. Und durch die Art und Weise in der er diese Elemente in seinem Bildraum und auf der Bildoberfläche verteilt – der aus der Musik kommende Begriff des Pasticcios liegt nahe –, entwickelt er eine Geschichte (und unterläuft diese zugleich), wird also zum Geschichten-Erzähler. Während er uns aber diese Inhalte anbietet, die man meint, verstehen zu können, bewahrt er sich gleichzeitig Offenheit. Es gibt keine eindeutig lesbare „story line“, was immer man sieht, bleibt gebrochen, bleibt Anspielung und Assoziation.

Christof Mascher (*1979 in Hannover, lives and works in Braunschweig) graduated from the Braunschweig University of Fine Arts in 2009 as a master student of Walter Dahn. In 2018, he was a recipient of the “Abdruck” workshop fellowship at the Städtische Galerie in Wolfsburg.

Mascher only seemingly follows the traditional path of narrative painting. It is true that his dream-like paintings conjure up fantastic narratives and combine a language of expressionist signs with illustrative details, contemporary iconography, and foreboding architectural spaces. It is also the case that the works exhibit relationships to “primitive” and “naïve” art, to the fantastical hybrids of Paul Klee and Hieronymus Bosch, or to Emil Nolde’s expressive use of color. Mascher thus creates scenes of eerie, barren, and ambiguous spaces animated by fantastic flora and fauna and ethereal structures. Nevertheless, it should be noted that Mascher always records his narratives in the mode of “as if.” There are allusions to the history of mankind and / or the world: crocodiles, monuments, architectures, vehicles, historical-looking figures and others are elements that populate his images. And through the way in which he distributes these elements in his pictorial space and on the picture surface – one can think of the term pastiche, which comes from music – he develops a story (and at the same time subverts it), thus becoming a storyteller. But while he offers us this content, which one thinks one can understand, he simultaneously preserves openness. There is no clearly readable “story line”; whatever one sees remains fractured, remains allusion and association.