Martin Gerwers

Martin Gerwers (*1963, lebt und arbeitet in Düsseldorf) hat sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf abgeschlossen. Von 2015 bis 2018 war er Gastprofessor an der Universität der Künste, Berlin. Er wurde 1995 mit dem Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Kunst und 1996/1997 mit der renommierten Prämie Ars Viva Malerei 96/97, Kunstpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI ausgezeichnet. In den Jahren 2001/2002 profitierte er vom Förderungsstipendium des Kunstfonds Bonn.

Martin Gerwers Werke bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Malerei, Skulptur und Relief. Mit ihnen untersucht er, kurz gesagt, das Verhältnis von Farbe und Raum. In ihrer Vielansichtigkeit werden die raumgreifenden Malereien und Skulpturen für den Betrachter erst dann vollständig erfahrbar, wenn er aktiv um die mehrfarbigen Objekte schreitet. So ergibt sich – je nach Betrachterstandpunkt – eine Vielzahl von Seheindrücken. Während direkt auf Räume bezogene Werke ein Wechselspiel zwischen Wahrnehmung der Skulptur und Wahrnehmung des Betrachters im Raum spielen, zeigen uns die Wandarbeiten des Künstlers, wie wenig wir uns darauf verlassen können, auch ein Bild / Relief im Nu erkennen oder gar definieren können. Jede Bewegung des Betrachters um ein solches Objekt herum führt zwangsläufig und mit großen Überraschungseffekten zu bisweilen totalen Veränderungen der Erscheinung.

Martin Gerwers (*1963, lives and works in Düsseldorf) completed his studies at the Kunstakademie Düsseldorf. From 2015 to 2018 he was a visiting professor at the University of the Arts, Berlin. He was awarded the Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Kunst in 1995 and the prestigious award Ars Viva Malerei 96/97, Kunstpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI in 1996/1997. In 2001/2002 he benefited from the Förderungsstipendium des Kunstfonds Bonn.

Martin Gerwer’s works are situated between the genres of painting, sculpture and relief. With them he examines, in short, the relationship between color and space. In their multi-facetedness, the space-consuming paintings and sculptures can only be fully experienced by the viewer when he actively walks around the multi-colored objects. Depending on the viewer’s point of view, this results in a multitude of visual impressions. While works directly related to spaces play an interplay between perception of the sculpture and perception of the viewer in space, the artist’s wall works show us how little we can rely on also being able to recognize or even define a picture / relief in an instant. Each movement of the viewer around such an object leads inevitably and with great surprise effects to sometimes total changes in appearance.